Therapie
Dies ist eine psychotherapeutische Privatpraxis, in der ich privat Versicherte, Selbstzahler und im individuellen Fall auch gesetzlich Versicherte im Rahmen des Kostenerstattungsverfahrens behandeln kann. Da ich ausschließlich psychotherapeutisch tätig bin, nehme ich keine Krankschreibungen vor und verordne keine Medikamente. Da ich ausschließlich privatärztlich tätig bin, kann ich keine Überweisungen ausstellen.
Psychotherapie kann in vielen Situationen hilfreich und sinnvoll sein. Dies klären wir im Rahmen einer sorgfältigen Diagnostik vor Behandlungsbeginn. Die Behandlung orientiert sich dann ganz an Ihrem Anliegen und Ihrer individuellen Problemstellung. Dabei werden ihre individuellen Beschwerden ebenso berücksichtigt, wie Ihre persönliche Entwicklungsgeschichte, Ihre Lebenssituation und Ihre persönlichen Ziel- und Wertvorstellungen.
Als ausgebildete Verhaltenstherapeutin wende ich in der Hauptarbeit verhaltenstherapeutische Methoden an. Im individuellen Fall kommen zudem Strategien der Schematherapie und des CBASP zum Einsatz. Die Therapie findet für gewöhnlich in regelmäßigen Einzelsitzungen, einmal pro Woche über einen längeren Zeitraum statt.
Verhaltenstherapie
In der Verhaltenstherapie geht man davon aus, dass bestimmte Denk- und Verhaltensmuster, die zur Entwicklung von Beschwerden und Problemen geführt haben, erlernt sind und daher auch wieder verlernt werden können. Im therapeutischen Veränderungsprozess wird erarbeitet, welche Gedanken eine erwünschte Veränderung des Verhaltens bisher verhindert haben. Es werden gemeinsam alternative Denkmuster entwickelt (Kognitive Verhaltenstherapie), die dann oft automatisch eine Verbesserung der Gefühle erzeugen und neue Verhaltensweisen nach sich ziehen. Auch werden neue, hilfreiche Verhaltensweisen gemeinsam erarbeitet und im Alltagsleben erprobt. Bei der Behandlung von Angsterkrankungen werden z.B. mit dem Therapeuten sogenannte Expositionsübungen durchgeführt, bei denen angstauslösende Situationen gemeinsam aufgesucht und bewältigt werden (z.B. Höhenexposition bei Höhenangst).
Schematherapie
Die Schematherapie geht davon aus, dass viele psychische Störungen entstehen, nachdem in der Kindheit und Jugend zentrale Bedürfnisse (z.B. nach Bindung, Autonomie und andere) nicht erfüllt wurden. Das führt dazu, dass im Hier und Jetzt dieselben immer wiederkehrenden leidvollen Gefühle erlebt werden. Anhand von Alltagssituationen, in denen solche Gefühle aufgetreten sind, wird mit Hilfe von sog. Imaginationen der biographische Bezug hergestellt und an der positiven Veränderung der Gefühle gearbeitet. Ausserdem werden zu Beginn einer Schematherapie innere Anteile (sog. Modi) identifiziert und in der weiteren Therapie wird im Rahmen sog. Stuhldialoge mit diesen inneren Anteilen gearbeitet.
Jeffrey Young hat auf Basis der Verhaltenstherapie die Schematherapie entwickelt. Die Schematherapie verbindet erlebnisorientierte, imaginative und gestalttherapeutische Techniken mit der kognitiven Verhaltenstherapie.
CBASP (Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy)
In CBASP werden zu Beginn der Behandlung die wichtigsten lebensgeschichtlichen Themen zusammengetragen und deren Auswirkungen auf das gegenwärtige Leben erarbeitet. Im Mittelpunkt der weiteren Therapie stehen alltägliche zwischenmenschliche Situationen, die mit Hilfe von sog. Situationsanalysen genauer beleuchtet werden. Das Ziel der Behandlung besteht darin, die zwischenmenschlichen Auswirkungen des eigenen Verhaltens auf die Umwelt zu erkennen („was löse ich bei anderen aus und was lösen die anderen bei mir aus“) und persönliche ungünstige Verhaltensmuster zu verändern.
Das von James McCullough 2004 etablierte Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (genannt CBASP) ist weltweit der erste spezifische psychotherapeutische Therapieansatz, der speziell für die Behandlung chronisch depressiver Patienten und Patientinnen konzipiert wurde. Die klinische Wirksamkeit von CBASP gilt auch dank der intensiven Forschungsbemühungen im deutschen Raum unter Frau Professor Schramm (Freiburg) mittlerweile als wissenschaftlich hinreichend belegt und neben anderen Behandlungsverfahren als „State of the Art“ in der Behandlung chronisch verlaufender Depressionen.
Vorgehen bei Verdacht auf Autismus-Spektrum-Störung:
Bitte wenden Sie sich bei Verdacht auf eine Autismus-Spektrum-Störung (ASS) an eine auf ASS spezialisierte Stelle, z.B. die Heidelberger Sprechstunde für Erwachsene mit Autismus-Spektrum-Störung (HEAS) des Universitätsklinikums Heidelberg oder die Ambulanz für hochfunktionalen Autismus im Erwachsenenalter des ZI Mannheim.